NBS Internationaler BIM-Report 2013 [u]

Gerade erst letzte Woche habe ich von einem britischen Wettbewerb berichtet, der ein Werkzeug zum Arbeiten mit Bauwerksinformationsmodellen (–> Link) zum Thema hat. Neben den technischen Aspekten ist sicherlich auch interessant, dass dieses Werkzeug eindeutig darauf angelegt ist, auch international angewendet, sprich exportiert zu werden.

NBS-International-BIM-Report_2013Jetzt folgt auf dem Fuß ein erster ‚NBS Internationaler BIM-Report‚ (–> Link), dessen Intention es ist, die teilnehmenden Länder (Großbritannien, Finnland, Kanada und Neuseeland) in Bezug auf die Übernahme von BIM als Arbeitsmethode zu vergleichen. Es ist vielleicht auch interessant, dass dieser Report als eine Initiative von ICIS-Mitgliedern (s. auch meinen Blog-Eintrag dazu: –> Link) anzusehen ist.

Ohne jetzt Frage auf Frage durchzugehen, möchte ich einige Sätze – unkommentiert – herausnehmen und übersetzen:

Adrian Malleson (NBS), Großbritannien:
Wenn BIM ein Werkzeug ist, das eine Zusammenarbeit durch Standardisierung und Informationsaustausch ermöglicht, dann sollte es für internationale Arbeiten einen noch größeren Wert entfalten. Daher ist es wichtig eine internationale Sicht von BIM zu bekommen und nicht nur von BIM in einem bestimmten Land.“

Aarni Heiskanen, Christer Finne (Rakennustieto, –> Link), Finnland:
„Kundenanforderungen und Druck seitens von Bauunternehmen erscheinen starke Treiber für das Benutzen von BIM zu sein.“

Adrian Malleson (NBS), Großbritannien:
„Dort, wo es ein Gefühl gibt, dass die Regierung BIM vorschreiben wird, herrscht auch das Gefühl vor, dass sich die Regierung ‚auf dem richtigen Weg‘ befindet.“

„Wenn die untersuchten Länder ein Indikator sind, so können wir erwarten, dass BIM mittelfristig für internationale Arbeiten vorgeschrieben wird. Oder anders ausgedrückt, wenn man daran scheitert, sich BIM anzueignen, bedeutet das, mittelfristig nicht mehr international arbeiten zu können.“

„Vielleicht noch bedeutsamer ist die Tatsache, dass von allen Teilnehmern weniger als 10% angaben, dass sie BIM besser nicht übernommen hätten. Das legt nahe, das sich die Übernahme von BIM als besser herausstellt als die Leute erwartet haben. Das ist ermutigend.“

Der Report ist so aufgebaut, dass nach einleitenden Worten der Vergleich zwischen den vier teilnehmenden Ländern vorgenommen wird und danach Neuseeland und Canada ans Wort kommen.

Interessant ist auch noch zu lesen, dass in Neuseeland neben fehlendem Fachwissen auch fehlende Standards und Richtlinien als Hinderungsgrund für BIM angesehen werden. Der Neuseeländische Autor, Rolf Huber (Construction Information Ltd, –> Link), schlägt u. a. die folgenden Aktionen vor, die m. E. auch für Deutschland interessant sein könnten:

„A. Einigung auf ein nationales, neutrales Klassifikationssystem für BIM-Objekte …“
„B. Eine nationale Bibliothek für BIM-Objekte …“

Das klingt bekannt und bestärkt mich darin, mich für eine deutsch-sprachige übergreifende Bauklassifikation einzusetzen (s. auch mein Blog-Eintrag dazu: –> Link)!

Schauen Sie sich den NBS BIMReport 2013 einmal an und schreiben Sie mir, was Sie davon halten!

Ich werde weiter berichten! Schauen Sie doch wieder einmal vorbei! Machen Sie es sich einfach und abonnieren Sie meinen Blog! Es würde mich freuen!

 


[u] Gestern (2014-03-24) hat die NBS noch eine Infografik zum NBS BIM-Report 2013 herausgegeben:

Infografik zu NBS Internationalem BIM Report 2013

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