Und am 30. Juni ist die 1. Phase schon wieder vorbei …

Das BIM Entwicklungsdiagramm mit den dazugehörigen (Hilfs-) Dokumenten

Das BIM Entwicklungsdiagramm mit den dazugehörigen (Hilfs-) Dokumenten

Erinnern Sie sich noch an meinen Blog-Eintrag zu der Ausschreibung der Britischen Regierung, die ein digitales Werkzeug für das Arbeiten mit Bauwerksinformationsmodellen zum Ziel hatte (siehe Blog-Eintrag: Britische Ausschreibung: Ein digitales Werkzeug für das Arbeiten mit Bauwerksinformationsmodellen > Link)?

Am 2. Mai 2014 wurden drei Teams bekannt gegeben, die sich ans Werk machen sollten, um ein Konzept für ein Werkzeug zum Arbeiten mit Gebäudeinformationsmodellen zu erstellen. Als Erinnerungsstütze: Hierbei dreht es sich eigentlich um eine drei-geteilte Aufgabe (siehe auch im nebenstehenden Bild):

  1. Den PoW zu digitalisieren, d. h. seine Regeln und Aufgabenverteilungen abrufbar zu machen.
  2. Eine allgemeine Bauklassifikation einzubinden, sei es aufbauend auf Uniclass 2 oder auch auf etwas ganz Neuem (?!)
  3. Ein Online-Werkzeug zu erstellen, das die beiden vorigen Punkte berücksichtigt und jedem ermöglicht, regelkonform mit Bauwerksinformationsmodellen zu arbeiten.
Die ausgewählten Teams, die die erste Phase des Wettbewerbs für ein Werkzeug mit Bauwerksinformationsmodellen bearbeiten dürfen

Die ausgewählten Teams, die die erste Phase des Wettbewerbs für ein Werkzeug mit Bauwerksinformationsmodellen bearbeiten dürfen

Jetzt schauen wir uns diese Teams mal genauer an. Hierfür ziehe ich das Dokument heran, in dem die Teams und ihre Vorschläge vorgestellt werden. (–> Link)

id3

Das CIBSE-Konsortium C8: "id3"

Das CIBSE-Konsortium C8: „id3“

(=’eye-dee cubed‘ => ID³ )

Hinter id3 steht ein Konsortium aus acht Berufskörperschaften der Britischen Bauwelt: C8. Die Haustechniker führen die Gruppe an (CIBSE), Projektmanager (apm) sind dabei, wie auch die Facility Manager (BIFM), die Baumanager (CIOB), die Bauingenieure (ICE), die Tragwerksplaner (IStructE), die Architekten (RIBA) und die Sachverständigen (RICS). Hier ist somit ein geballtes Fachwissen zu allen Aspekten der Bauwelt vorhanden.

„id3 wird eine klare, ganzheitliche Definition des ‚digitalen Datenwürfels‘ hervorbringen, die mit einer durchgängigen integrierten Herangehensweise genau festlegt ‚was getan werden muss‘, in welchem Detaillierungsgrad, von wem und wann – und dies für alle Phasen des Bauens und des Unterhalts von sowohl Tief- als auch Hochbauprojekten.“ (Quelle: https://www.innovateuk.org/BIM-Results)

Dies sagt m. E. nicht sehr viel aus, oder?

Ein digitales Werkzeug zum Arbeiten mit Bauwerksinformationsmodellen

Die  NBS-Gruppe: "A digital tool for building information modelling"

Die NBS-Gruppe: „A digital tool for building information modelling“

Hierhinter steht eine breit aufgestellte Gruppe rund um NBS. Als kommerzieller Arm der Britischen Architektenkammer (RIBA) hat sich NBS u. a. einen Namen mit seinen Ausschreibungstexten bzw. dem dazugehörigen Ausschreibungswerkzeug, NBS Create (–> Link) und – in Sachen BIM – mit der Nationalen BIM Bibliothek (–> Link) gemacht. Für den Wettbewerb haben sie sich neben der Praxis (Laing O’Rourke und BDP.) auch Informatik- (bimacademy, Microsoft) bzw. Cloud-Experten (Newcastle University) mit ins Boot geholt.

„Das digitale Präsentationswerkzeug (DPW) soll sowohl als eine Reihe von intuitiven Endbenutzerwerkzeugen als auch zur Unterstützung von externen Entwicklern via einer API angeboten werden. Endbenutzer sollen mit dem DPV gezielt nach digitalen Objekt-Definitionen mit den dazugehörigen Detallierungsempfehlungen (LOD) suchen, sich einen Projekt-spezifischen digitalen Arbeitsplan (dPoW) erstellen und auf Basis dessen die je nach Phase im COBie-Format zu übergebenden Informationen verifizieren können. Das DPW wird seine Funktionalität den elementaren digitalen Objekt-Definitionen, den dazugehörigen Detaillierungsempfehlungen und einem vereinheitlichten Klassifikationssystem entlehnen.“ (Quelle: https://www.innovateuk.org/BIM-Results)

Die Betonung bei diesem Beitrag liegt eindeutig bei den Objektdefinitionen, auf die NBS angesichts langjähriger Erfahrung zurückgreifen kann. Jedoch haben sie sich neben Baupraktikern auch Informatikfachleute dazugeholt, was der Sache in meinen Augen einen recht abgeschlossenen Eindruck gibt.

planBIM

Die bre-Gruppe: "planBIM"

Die bre-Gruppe: „planBIM“

Hinter planBIM steht eine britische Forschungsinstitution in Sachen Bauen: BRE. Seit Januar 2013 hat BRE den Betrieb vom Britisch-Irischen buildingSMART Chapter übernommen und geht jetzt auch mit buildingSMART ins Rennen um diesen von der Britischen Regierung ausgeschriebenen Wettbewerb.

„Die Umsetzung basiert auf Techniken, die es bereits gibt, um das buildingSMART Daten-Wörterbuch (bSDD), das buildingSMART Datenmodell (IFC), das buildingSMART Prozessmanagement (IDM und MVD) und den buildingSMART Zertifizierungsservice (IABI) anzubieten. Insbesondere baut planBIM auf der Datenbank zum Management von Anforderungen von AEC3 auf, die bereits in etablierten Europäischen Projekten im Einsatz ist.“ (Quelle: https://www.innovateuk.org/BIM-Results)

Die Betonung bei diesem Beitrag liegt eindeutig auf den offenen Standards von buildingSMART. Aus deutscher Sicht ist es interessant, dass IABI (–> Link) an der FH München beheimatet ist und AEC3 auch einen deutschen Zweig hat (–> Link).

Zeitplan

Und wie geht’s jetzt weiter? Am 30. Juni 2014 sollen die Projekte abgeschlossen und am 11. Juli 2014 die Berichte eingereicht sein. Neben den schriftlichen Dokumenten spielen bei der Wahl derjenigen Gruppe, die dann das besagte Werkzeug wirklich entwickeln darf, auch noch Interviews eine Rolle, die Anfang September 2014 gehalten werden sollen. Das schlussendliche Resultat des Wettbewerbs wird am 26. September 2014 veröffentlicht werden.

Es bleibt also spannend! Ich werde darüber berichten!

Schauen Sie doch wieder einmal vorbei! Machen Sie es sich einfach und abonnieren Sie meinen Blog! Es würde mich freuen!

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